X

X1 ® Symbol für den Reflexionshorizont Top Zechstein.

X2 ® Symbol für den Reflexionshorizont Top ® Leineanhydrit (Hauptanhydrit).

Y

Yeadonium [Yeadonian] ¾ oberste chronostratigraphische Einheit des ® Namurium der westeuropäischen (britischen) Referenzskala (Tab. 11) im Range einer Unterstufe (Substufe) mit einem Zeitumfang von ca. 1 Ma, wobei die exakte Position innerhalb der absoluten Zeitskala allerdings unterschiedlich definiert wird (von ~317 bis ~309 Ma b.p.); entspricht etwa der ® GastrioceraSüdteilstufe (G1) der traditionellen Karbongliederung nach der Ammonoideen-Chronologie. Der Begriff wird in der Literatur zum ostdeutschen Karbon bislang nur selten verwendet, und dann zumeist in der englischsprachigen Version. Synonym: Namurium C.
Literatur: P. Krull (1981); M. Menning et al. (1996); R.H. Wagner & C.F. Winkler Prins (1997); M. Menning et al. (1997, 2000); V. Wrede et al. (2002); J. Kullmann (2005); H.-G. Herbig (2005b); D. Weyer & M. Menning (2006); M. Menning et al. (2006)

YIG ® häufig verwendete englische Abkürzung für ® Jüngerer Intrusivkomplex (Younger Intrusive Complex) im Bereich der ® Fichtelgebirgisch-Erzgebirgischen Antiklinalzone.

Yoldia-Meer [Yoldia Sea] ¾ NE-SW orientiertes, mit dem Weltmeer über die Mittelschwedische Senke verbundenes Meeresgebiet im südlichen bis zentralen Teil der heutigen Ostsee mit Yoldia arctica als Leitform, gebildet um 9,7 ka b.p. (® Präboreal). Die Südgrenze des marin-brackischen Yoldia-Meeres, das einen Meeresspiegel von ca. –80 m  NN aufwies, lag noch außerhalb der zu dieser Zeit Festlandsgebiet darstellenden Räume im Norden Ostdeutschlands (Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern). Zu Beginn des ® Boreals wurde die Yoldia-Straße durch isostatische Hebung Skandinaviens geschlossen. Die Schmelzwasserzuflüsse sammelten sich fortan in dem abgeschlossenen Becken des ® Ancylus-Sees. Synonyme: Yoldia-Straße; Yoldia-Phase. /NT/    
Literatur: J. Marcinek & B. Nitz (1973); O. Kolp (1983); K. Ruchholz & W. Schumacher (1988); H. Kliewe (1995a, 2004b)

Yoldia-Phase ® Yoldia-Meer.

Yoldia-Straße ® Yoldia-Meer.

Ypern-Stufe ® Ypresium.

Ypres ® in der älteren Literatur zur Geologie Ostdeutschlands zumeist angewandte Kurzform der von der Stratigraphischen Kommission Deutschlands seit 1999 empfohlenen Schreibweise ® Ypresium.

Ypresium [Ypresian] ¾ chronostratigraphische Einheit des ® Tertiär der globalen Referenzskala im Range einer Stufe mit einer Zeitdauer, die von der Internationalen Kommission für Stratigraphie im Jahre 2008 mit ca. 7,0 Ma (~55,8-48,8 Ma b.p.) angegeben wird, unteres Teilglied des ® Eozän (Tab. 30). Marine Ablagerungen des Ypresium kommen in den ostdeutschen Bundesländern flächenhaft weit verbreitet im gesamten Bereich der ®  Nordostdeutschen Tertiärsenke vor. Unterschieden werden (vom Liegenden zum Hangenden) ® Schlieven-Formation, ® Marnitz-Formation und ® Nedlitz-Formation. Randnäher kamen die flachmarinen Gesteinsfolgen der ® Zerben-Formation zur Ablagerung. Im Raum des ® Halle-Merseburger Tertiärgebiets wird das Ypresium von den fluviatilen bis paralischen Schichtenfolgen der ® Kayna-Subgruppe (vom Liegenden zum Hangenden: ® Schkopau-Formation, ® Leuna-Formation, ® Roßbach-Formation) vertreten. Lokale Verbreitung besitzt das Ypresium außerdem in der ® Subherzynen Senke (z.B. ® Egelner Mulden) Synonyme: Ypern-Stufe; Untereozän. Alternative Schreibweise: Ypres. 
Literatur: D. Lotsch et al. (1969); D. Lotsch (1981); J. Hübner (1982); W. Alexowsky (1994); G. Standke (1995); H. Blumenstengel et al. (1996); H. Blumenstengel & M. Thomae (1998); G. Standke et al. (2002) ; D. Lotsch (2002a); W.v.Bülow & S. Müller (2004a); IUGS (2004); G. Standke et al. (2005); K. Gürs et al. (2008a); J.G. Ogg et al. (2008); H. Blumenstengel & W. Krutzsch (2008); G. Standke (2008a)