DIETRICH FRANKE

Regionale Geologie von Ostdeutschland - Ein Wörterbuch

Neu im I. Quartal 2010: Aktualisierung/Ergänzung des Begriffsinventars für den Jura in Ostdeutschland; Überarbeitung der Tab. 27 "Regionalprofile des Jura in Ostdeutschland"; Aktualisierung der Abbildungen 18 bis 20 (Heutige Verbreitung von Ablagerungen des Unterjura/Mitteljura/Oberjura in Ostdeutschland);  Ergänzung des Literaturverzeichnisses

Einführung

Ostdeutschland gilt regionalgeologisch als gut erforscht. Insbesondere in den letzten fünfzig Jahren wurde durch rege Bohrtätigkeit und intensive bergbauliche Aufschlussarbeiten sowie deren komplexe wissenschaftliche Auswertung ein beträchtlicher Kenntniszuwachs erzielt. Es blieb dabei nicht aus, dass das regionalgeologische Begriffsinventar an Quantität zunahm und auch in Bezug auf seine Definition zum Teil Veränderungen erfuhr. Die Folge dieser Entwicklung ist eine heute nur noch schwer überschaubare  Anzahl von Begriffen, mit denen alle im geowissenschaftlichen Bereich Tätigen konfrontiert werden. Um dem gewachsenen Anspruch auf umfassende Information und schnelle Orientierung zu entsprechen schien es daher angebracht, den gegenwärtigen Stand zu dokumentieren und in Form eines Wörterbuchs allgemein zugänglich zu machen. Bislang wurden 11835 Begriffe (einschließlich Synonyme) und 5033 Literaturzitate erfasst. Parallel zu diesen Arbeiten ist unter der Internet-Adresse www.geodatenbank-ost.de eine Datenbank der geowissenschaftlichen Literatur Ost-deutschlands mit bislang 6446 Datensätzen erstellt worden.

Das Wörterbuch soll in erster Linie denjenigen Geowissenschaftlern als Informationsquelle dienen, die in ihrem Tätigkeitsbereich mit regionalen geologischen Problemstellungen oft nur  randlich konfrontiert werden, wie zum Beispiel in der Ingenieurgeologie,  der Hydrogeologie,  der Mathematischen Geologie  oder dem Geotopschutz. Auch für die Mitarbeiter aus den geowissenschaftlich-technischen Bereichen (Geokartographie etc.), die keine spezielle geowissenschaftliche Ausbildung haben, könnte ein derartiges Nachschlagewerk dienlich sein. Schließlich  ist denkbar, dass Studierende an geologischen Instituten für eine schnelle computergestützte Information über regionalgeologische Termini mit Hinweisen auf die relevante Literatur dankbar wären. Darüber hinaus hat aber durchaus auch, wie die durch den Internet-Provider regelmäßig durchgeführte statistische Erhebung einer überraschend hohen Zahl an Seitenaufrufen sowie persönllche Kontakte im Kollegenkreis belegen, der gestandene Geologe gelegentlich zum vorliegenden elektronischen Wörterbuch gegriffen.

Zum Verständnis der komplexen lithologisch-faziellen Verhältnisse, der paläogeographischen Entwicklung, der tektonischen und magmatischen Prozessabläufe sowie der lagerstättengeologischen Situation einschließlich deren Wechselbeziehungen untereinander sind allerdings die zu moderaten Preisen von der E. Schweizerbart'schen Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart, editierten Kompendien zur "Geologie von Mecklenburg-Vorpommern" (Hrsg. G. Katzung, 2004), "Geologie von Sachsen-Anhalt" (Hrsg. G.H. Bachmann, B.-C Ehling, R. Eichner & M. Schwab; 2008); "Geologie von Sachsen" (Hrsg. W. Pälchen & H. Walter 2008); "Geologie von Sachsen II" (Hrsg. W. Pälchen, 2009) und "Geologie von Thüringen" (Hrsg. G. Seidel, 2003) unverzichtbar. Mit der vom gleichen Verlag geplanten "Geologie von Brandenburg" soll die Reihe geologischer Übersichtsdarstellungen für die ostdeutschen Bundesländer komplettiert werden. Die annähernd einheitliche Benennung der regionalgeologischen Einheiten im Bereich Ostdeutschlands basiert zu großen Teilen auf einem im Auftrag der Koordinierungsstelle für Standardisierung des Ministeriums für Geologie der DDR von G. Katzung & G. Ehmke unter Mitwirkung zahlreicher Geologen der damaligen geologischen Betriebe der Bezirke erarbeiteten und 1983 bestätigten DDR-Standard "Regionalgeologische Gliederung des Territoriums der DDR - Präkänozoische Strukturstockwerke" (TGL 34331/01). Der Inhalt dieses Standards wurde von G. Katzung & G. Ehmke 1993 im Verlag Sven von Loga, Köln, unter dem Titel "Das Prätertiär in Ostdeutschland - Strukturstockwerke und ihre regionale Gliederung" publiziert. Im vorliegenden Wörterbuch bilden die dort festgelegten regionalgeologischen Termini eine wesentliche Grundlage.

 

Inhalt des Wörterbuchs

 

Aufzählungalphabetisch geordnetes umfassendes Verzeichnis von Begriffsdefinitionen zur Stratigraphie, Paläogeographie, Tektonik und Regionalgeologie des Proterozoikum und Phanerozoikum, jeweils mit Hinweisen zur themenspezifischen Literatur (Begriffe)

 

 

AufzählungTabellen zur Stratigraphie des Proterozoikum sowie der einzelnen Systeme bzw. Gruppen des Paläozoikum, Mesozoikum und Känozoikum; Tabellen mit Daten regional-geologisch bedeutsamer Tiefbohrungen (Tabellen)

 

 

AufzählungAbbildungen zur heutigen Verbreitung der Einheiten des Proterozoikum und Phanerozoikum in Ostdeutschland, Übersichten zu Regionaleinheiten, Darstellungen zu speziellen stratigraphischen, paläogeographischen und tektonischen Sachverhalten (Abbildungen)

 

 

Aufzählungalphabetisch sortiertes vollständiges Literaturverzeichnis der zitierten Autoren (Literatur)

 

  AufzählungMöglichkeit zur Kontaktaufnahme mit dem Autor des Wörterbuchs per e-mail (Kommentare)

 

 

In Anbetracht des erheblichen Umfangs der Arbeiten am Wörterbuch wird es als zweckmäßig erachtet, schon vor seiner endgültigen Fertigstellung  die bislang vorliegenden Teilabschnitte in Form dieser Website verfügbar zu machen. Damit erhält es in zweierlei Hinsicht interaktiven Charakter: zum einen wird der Inhalt kontinuierlich ergänzt, zum anderen können für die bereits enthaltenen Abschnitte eventuell erforderlich gewordene Aktualisierungen nachträglich eingearbeitet werden. Ergänzungs- und Korrekturvorschläge sind dafür an eine der im Impressum stehenden Adressen sehr erwünscht.

Bitte benutzen Sie die Navigationsleiste am linken Bildschirmrand, um zu den einzelnen Abschnitten des Wörterbuchs zu gelangen. Alle unterstrichenen Wörter, Buchstaben und Zahlen sind mit Inhalt hinterlegt. Für das Hin- und Hernavigieren im engeren Themenbereich wird auch die Anwendung des Zurück- bzw. Vorwärtsbuttons Ihres Browsers empfohlen.

 

 

Danksagungen

 

Für die kritische Durchsicht und die hilfreichen Hinweise zu den bislang publizierten Teilabschnitten gilt besonderer Dank Dipl.-Geol. H. BEER/Potsdam, Dipl.-Geol. H.-J. BERGER/Freiberg, Dr. I. DIENER/Oranienburg, Prof. Dr. M. KURZE/Freiberg, Dr. E. KUSCHKA/Flöha; Dipl.-Geol. D. LEONHARDT/Freiberg, Dr. W. LORENZ/Freiberg, Dr. habil. A.O. LUDWIG/Potsdam; Dr. M. MENNING/Potsdam; Dipl.-Geol. P. SUHR/Freiberg; Dr. habil. G. RÖLLIG/ Ahrensfelde; Prof. Dr. K.-A. TRÖGER/Freiberg sowie Dr. J. WUNDERLICH/Jena.  

Wertvolle Unterstützung erfolgte zudem durch die Bibliothek und das Archiv des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, Kleinmachnow (Frau VOIGT, Frau HANKE, Herr ZORN), die Bibliothek des Geologischen Instituts der Technischen Universität Berlin (Frau KUBITZ), die Bibliothek des Paläontologischen Museums der Humboldt-Universität Berlin (Frau SEIDER), die Bibliothek des Geoforschungszentrums Potsdam, die Staatsbibliothek Berlin, das Archiv der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Dienstbereich Berlin (Herr BERNHARD) und weitere Einrichtungen.

Von großem Nutzen war darüber hinaus die Bereitstellung schwer zugänglicher Literatur und teilweise noch unpublizierter Manuskripte und Unterlagen durch Prof. DR. P. BANKWITZ, Dr. E. GEISSLER, Dr. N. HOFFMANN, Prof. Dr. G. KATZUNG, Dr. J. KOPP, Dr. W. STACKEBRANDT, Prof. Dr. K.-A. TRÖGER und Dr. J. WUNDERLICH.

 

Impressum

Dr. Dietrich Franke, Waidmannsweg 6, D-16548 Glienicke/Nordbahn; e-mail: geofranke@onlinehome.de

Empfohlene Zitierweise:

FRANKE, D. (2010): Regionale Geologie von Ostdeutschland – Ein Wörterbuch. – Website  www.regionalgeologie-ost.de

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